Sinuslift
Der Sinuslift ist ein unterstützender chirurgischer Eingriff, bei dem der Boden der Kieferhöhle angehoben und Knochenaufbaumaterial eingebracht wird, wenn im hinteren Oberkieferbereich nicht ausreichend Knochenvolumen für ein Implantat vorhanden ist.
Leodent Dental Clinic
Zahnheilkunde · Istanbul
{ KI · Ersteinschätzung }
onlineSprechen wir über Implantate

KI-Antworten ersetzen keine medizinische Diagnose.
Der Sinuslift ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem – wenn im hinteren Oberkieferbereich nicht ausreichend Knochenhöhe für ein Implantat vorhanden ist – der Boden der Kieferhöhle angehoben und in diesen Bereich Knochenaufbaumaterial eingebracht wird.
Was ist ein Sinuslift?
Der Sinuslift ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem – wenn die für ein Implantat im hinteren Oberkieferbereich nötige Knochendicke nicht ausreicht – der Boden der Kieferhöhle leicht angehoben und in diesem Bereich Knochenaufbaumaterial eingebracht wird. Ziel des Eingriffs ist es, eine ausreichende Knochenhöhe für die stabile Verankerung des Implantats zu schaffen.
Nach Zahnverlust im hinteren Oberkieferbereich kann sich das Knochengewebe mit der Zeit zurückbilden. Zudem kann die Kieferhöhle in diesem Bereich anatomisch großvolumig ausfallen. Aus diesen Gründen benötigen manche Patienten, bei denen ein Implantat geplant ist, zusätzlich einen Sinuslift.
Warum wird ein Sinuslift durchgeführt?
Ein Sinuslift wird in der Regel in folgenden Situationen in Betracht gezogen:
- Unzureichende Knochendicke im hinteren Oberkieferbereich für ein Implantat
- Rückbildung des Knochengewebes in Bereichen mit lang bestehendem Zahnverlust
- Anatomisch großvolumige Kieferhöhle
Ob das vorhandene Knochenvolumen ausreicht, lässt sich mit einer dreidimensionalen Computertomografie feststellen.
Beurteilung vor dem Sinuslift
Vor dem Eingriff werden folgende Punkte untersucht:
- Messung von Knochendicke und Kieferhöhlenstruktur mittels dreidimensionaler Bildgebung
- Vorliegen einer Infektion oder eines entzündlichen Zustands im Kieferhöhlenbereich
- Allgemeiner Gesundheitszustand und Medikamentenanamnese des Patienten
- Faktoren wie Rauchen, die die Wundheilung beeinträchtigen können
Liegt eine aktive Infektion im Kieferhöhlenbereich vor, muss diese vor dem Eingriff behandelt werden.
Wie wird ein Sinuslift durchgeführt?
Je nach Ausmaß des Knochenmangels können zwei unterschiedliche Techniken angewendet werden.
Geschlossene Technik (krestaler Zugang)
Bei begrenztem Knochenverlust wird bei der Vorbereitung des Implantatbetts der Kieferhöhlenboden mit feinen Instrumenten vorsichtig angehoben und in den entstandenen Raum Aufbaumaterial eingebracht. Diese Methode erfolgt meist im selben Eingriff wie das Setzen des Implantats.
Offene Technik (lateraler Fensterzugang)
Wird eine deutlichere Erhöhung der Knochenhöhe benötigt, wird an der seitlichen Kieferknochenwand eine kleine Öffnung angelegt, die Kieferhöhlenmembran angehoben und der entstandene Raum mit Aufbaumaterial gefüllt. Bei dieser Methode wird das Implantat erst nach dem Einheilen des Aufbaumaterials in einer separaten Sitzung gesetzt.
Werden Sinuslift und Implantat in derselben Sitzung durchgeführt?
Dies richtet sich nach der vorhandenen Knochenhöhe. Ist die Knochendicke ausreichend, um dem Implantat anfängliche Stabilität zu geben, können Sinuslift und Implantatsetzung in einer Sitzung erfolgen. Ist die Knochendicke begrenzt, wird zunächst das Einheilen des Aufbaumaterials abgewartet, und das Implantat wird in einer späteren Sitzung gesetzt.
Nach dem Sinuslift
Nach dem Eingriff werden folgende Maßnahmen empfohlen:
- Für eine bestimmte Zeit auf kräftiges Naseputzen verzichten
- Beim Niesen den Mund offen halten
- Aktivitäten mit Druckveränderung wie Flugreisen und Tauchen für eine Weile verschieben
- Die vom Zahnarzt verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen und Kontrolltermine wahrnehmen
Risiken des Sinuslifts und zu beachtende Punkte
Wie bei anderen chirurgischen Eingriffen können beim Sinuslift Zustände wie Infektion, ein Einriss der Kieferhöhlenmembran oder ein nicht erwartungsgemäßes Einheilen des Aufbaumaterials auftreten. Wie häufig dies vorkommt, hängt von Faktoren wie der Struktur der Kieferhöhle, dem allgemeinen Zustand des Patienten und Rauchgewohnheiten ab. Eine sorgfältige Voruntersuchung und regelmäßige Kontrolltermine helfen, mögliche Befunde frühzeitig zu erkennen.
Fazit
Der Sinuslift ist ein geplanter, unterstützender chirurgischer Eingriff mit dem Ziel, das für ein Implantat nötige Knochenvolumen im hinteren Oberkieferbereich zu schaffen. Ob der Eingriff nötig ist und welche Technik zum Einsatz kommt, wird individuell anhand von Bildgebung und Untersuchungsergebnissen festgelegt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Sinuslift?
Der Sinuslift ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem – wenn im hinteren Oberkieferbereich nicht ausreichend Knochenvolumen für ein Implantat vorhanden ist – der Boden der Kieferhöhle angehoben und in diesem Bereich Knochenaufbaumaterial eingebracht wird.
Warum ist ein Sinuslift nötig?
Im hinteren Oberkieferbereich kann sich der Knochen bei länger bestehendem Zahnverlust zunehmend zurückbilden; zudem kann die Kieferhöhle bei manchen Patienten anatomisch bedingt größer ausfallen. In solchen Fällen kann vor einem Implantat ein Knochenaufbau erforderlich sein.
Können Sinuslift und Implantat in derselben Sitzung erfolgen?
Ist die vorhandene Knochenhöhe ausreichend, um dem Implantat die nötige Erststabilität zu geben, kann beides in derselben Sitzung erfolgen. Ist die Knochenhöhe sehr gering, wird das Implantat erst nach dem Einheilen des Aufbaumaterials in einer separaten Sitzung gesetzt.
Ist der Sinuslift ein schmerzhafter Eingriff?
Der Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie, sodass währenddessen keine Schmerzen spürbar sind. Eine leichte Schwellung und ein Völlegefühl über einige Tage danach sind normal.
Wie lange dauert die Heilung nach einem Sinuslift?
Die Heilungsdauer variiert je nach Person und angewendeter Technik; das Einheilen des Aufbaumaterials mit dem Knochen dauert in der Regel einige Monate.
Wann wird nach einem Sinuslift das Implantat gesetzt?
Bei der offenen Technik wird das Implantat in der Regel erst nach dem Einheilen des Aufbaumaterials in einer separaten Sitzung gesetzt. Bei der geschlossenen Technik kann das Implantat in geeigneten Fällen in derselben Sitzung platziert werden.
Ist ein Sinuslift ein risikoreicher Eingriff?
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können Risiken wie Infektion, eine Perforation der Kieferhöhlenmembran oder ein unzureichendes Einheilen des Aufbaumaterials auftreten. Eine sorgfältige Voruntersuchung und regelmäßige Kontrollen helfen, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
Kann bei einer Infektion im Kieferhöhlenbereich ein Sinuslift durchgeführt werden?
Besteht im Kieferhöhlenbereich eine aktive Infektion oder Entzündung, muss diese vor dem Eingriff beurteilt und behandelt werden.
Welches Aufbaumaterial wird beim Sinuslift verwendet?
Es können körpereigener Knochen, synthetisches Knochenaufbaumaterial oder gewebebasiertes Aufbaumaterial verwendet werden. Die Auswahl trifft der Zahnarzt je nach Fall.
Worauf sollte nach dem Sinuslift geachtet werden?
Empfohlen wird, das Nase-Schnäuzen zu vermeiden, beim Niesen den Mund offen zu halten und Aktivitäten mit Druckveränderungen wie Flugreisen für eine Weile zu verschieben.
Häufig gemeinsam bewertete Behandlungen
-
Zahnimplantat
Das Zahnimplantat ist die Versorgung einer Zahnlücke mit einer im Kieferknochen verankerten, biokompatiblen Titanwurzel, auf die ein festsitzender Zahn gesetzt wird.
-
All-on-4-Implantat
All-on-4 ist ein Implantatkonzept, bei dem bei vollständiger Zahnlosigkeit pro Kiefer eine festsitzende Prothese auf vier Implantaten verankert wird.
Termin vereinbaren
Ihre Angaben erreichen die Klinik der Leodent Dental Clinic. Eine Antwort erfolgt innerhalb von 24 Stunden.