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Kinderzahnheilkunde 13. Mai 2026 · 4 Min.

Was ist eine Fissurenversiegelung? Eine präventive Maßnahme zum Schutz vor Karies

Was eine Fissurenversiegelung ist, bei wem und wann sie angewendet wird, wie sie durchgeführt wird und welchen Beitrag sie zur Kariesvorbeugung leistet.

Die Fissurenversiegelung ist eine präventive zahnmedizinische Maßnahme, mit der besonders die tiefen Rillen und Vertiefungen auf den Kauflächen der Backenzähne geschützt werden. Da diese Bereiche für die Zahnbürste schwer erreichbar sind, können sich dort leicht Speisereste und Bakterien ansammeln. Dadurch steigt das Kariesrisiko. Die Fissurenversiegelung verschließt diese tiefen Vertiefungen und verhindert so, dass sich Bakterien dort festsetzen, wodurch sie zum Schutz der Zähne vor Karies beiträgt.

Was ist eine Fissurenversiegelung?

Auf den Kauflächen der großen Backenzähne befinden sich natürliche Rillen, die „Fissuren“ genannt werden. Bei manchen Menschen können diese Rillen recht tief sein und lassen sich durch normales Putzen nicht vollständig reinigen. Die Fissurenversiegelung ist eine dünne, schützende Kunststoffschicht, die auf diese Bereiche aufgetragen wird. Sie wirkt wie ein schützender Schild und verhindert, dass sich Bakterien und Speisereste auf der Zahnoberfläche festsetzen.

Bei wem wird eine Fissurenversiegelung angewendet?

Fissurenversiegelungen werden am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen angewendet. Besonders die Zeit kurz nach dem Durchbruch der bleibenden großen Backenzähne ist der ideale Zeitpunkt für die Anwendung. Die ersten großen Backenzähne brechen in der Regel um das 6. Lebensjahr durch, die zweiten großen Backenzähne etwa um das 12. Lebensjahr. Eine kurz nach dem Zahndurchbruch durchgeführte Fissurenversiegelung kann das Kariesrisiko deutlich verringern.

Nicht nur Kinder, auch Erwachsene mit tiefen Fissuren können von dieser Maßnahme profitieren. Sie wird zudem bei Personen, die ihre Mundpflege nur eingeschränkt durchführen können, oder bei kariesanfälligen Personen zu präventiven Zwecken eingesetzt.

Wie wird eine Fissurenversiegelung durchgeführt?

Die Fissurenversiegelung ist ein sehr kurzer und völlig schmerzfreier Vorgang. In der Regel ist weder eine Betäubung noch eine Injektion notwendig. Zunächst wird die Zahnoberfläche gereinigt und der Anwendungsbereich mit einer speziellen Lösung vorbereitet. Anschließend wird das fließfähige Schutzmaterial in die Rillen des Zahns eingebracht und mit Hilfe einer speziellen Lichtquelle ausgehärtet. Der Vorgang ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen, und der Alltag kann sofort fortgesetzt werden.

Wie lange schützt eine Fissurenversiegelung?

Fissurenversiegelungen können über viele Jahre Schutz bieten. Im Durchschnitt sind sie 5–10 Jahre wirksam; diese Dauer kann jedoch je nach Mundpflege, Ernährungsgewohnheiten und regelmäßigen Kontrollen der jeweiligen Person variieren. Bei den Kontrollen wird die Beständigkeit des Materials überprüft und bei Bedarf erneuert.

Verhindert eine Fissurenversiegelung Karies vollständig?

Fissurenversiegelungen verringern besonders das Kariesrisiko auf den Kauflächen der Backenzähne erheblich. Sie schützen jedoch nicht die übrigen Zahnflächen. Deshalb bleiben regelmäßiges Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide und routinemäßige zahnärztliche Kontrollen weiterhin sehr wichtig. Präventive Maßnahmen entfalten ihre beste Wirkung in Kombination mit richtiger Mundpflege.

Was ist der Unterschied zur Fluoridierung?

Die Fluoridierung stärkt den Zahnschmelz und macht die gesamte Zahnoberfläche widerstandsfähiger gegen Karies. Die Fissurenversiegelung hingegen verschließt speziell die tiefen Rillen der Kauflächen physisch. Diese beiden Methoden ergänzen sich und liefern in Kombination wirksame Ergebnisse bei der Kariesvorbeugung.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Fissurenversiegelung schmerzhaft?

Nein. Der Vorgang ist völlig schmerzfrei und erfordert keine Betäubung.

Müssen versiegelte Zähne weiterhin geputzt werden?

Ja. Die Fissurenversiegelung schützt nur bestimmte Bereiche. Die tägliche Mundpflege muss fortgesetzt werden.

In welchem Alter sollte sie durchgeführt werden?

Der ideale Zeitraum liegt zwischen dem 6.–7. und dem 11.–13. Lebensjahr, wenn die bleibenden großen Backenzähne neu durchgebrochen sind.

Schadet die Fissurenversiegelung dem Zahn?

Nein. Die Anwendung schädigt das Zahngewebe nicht und dient ausschließlich dem Schutz.

Fazit

Die Fissurenversiegelung ist eine wirksame, schnelle und schmerzfreie präventive zahnmedizinische Maßnahme, die besonders bei Kindern und Jugendlichen zur Kariesvorbeugung beiträgt. In Kombination mit regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen, Fluoridierung und richtiger Mundpflege trägt sie langfristig wesentlich zum Erhalt der Zahngesundheit bei.

Weitere Informationen zu regelmäßigen präventiven Kontrollen finden Sie auf der Seite Dentaler Check-up.