Zum Inhalt springen
Leodent Dental Clinic
Alle Artikel
Mundgesundheit 13. Mai 2026 · 4 Min.

Was ist Mundtrockenheit (Xerostomie)? Symptome und Behandlung

Die Ursachen und Symptome von Mundtrockenheit, ihre Auswirkungen auf die Zahngesundheit und Maßnahmen, die im Alltag getroffen werden können.

Mundtrockenheit entsteht, wenn die Speichelproduktion abnimmt oder der Speichel seine Funktion nicht ausreichend erfüllen kann. Dieser auch als „Xerostomie” bezeichnete Zustand kann gelegentlich vorübergehend auftreten, bei manchen Menschen aber auch einen langfristigen, chronischen Verlauf annehmen. Speichel spielt eine sehr wichtige Rolle beim Schutz der Mundgesundheit. Eine verringerte Speichelmenge führt daher nicht nur zu einem Trockenheitsgefühl im Mund, sondern kann auch zahlreiche andere Probleme verursachen, von Karies bis hin zu Infektionen.

Die Bedeutung des Speichels für die Mundgesundheit

Speichel ist nicht nur eine Flüssigkeit, die den Mund befeuchtet. Er hilft auch, die Säuren im Mundraum auszugleichen, hält die Vermehrung von Bakterien unter Kontrolle und schützt den Zahnschmelz. Er erleichtert das Kauen und Schlucken von Speisen und unterstützt gleichzeitig das Sprechen und Schmecken. Eine ausreichende Speichelproduktion ist für den gesunden Erhalt des Mundgewebes von großer Bedeutung.

Was sind die Symptome von Mundtrockenheit?

Menschen mit Mundtrockenheit beschreiben meist ein anhaltendes Trockenheits- oder Klebrigkeitsgefühl im Mund. Daneben können Schwierigkeiten beim Sprechen, Schluckbeschwerden, rissige Lippen, Zungenempfindlichkeit und Mundgeruch auftreten. Manche Menschen verspüren nachts häufig das Bedürfnis, Wasser zu trinken, oder haben Schwierigkeiten, besonders trockene Speisen zu sich zu nehmen.

Lang anhaltende Mundtrockenheit kann außerdem Karies beschleunigen und Zahnfleischprobleme verstärken.

Warum entsteht Mundtrockenheit?

Eine der häufigsten Ursachen für Mundtrockenheit ist die Einnahme von Medikamenten. Besonders Blutdruckmedikamente, bestimmte Allergiemedikamente, Medikamente zur Behandlung von Depressionen und verschiedene Medikamente gegen chronische Erkrankungen können die Speichelmenge verringern.

Daneben können auch Diabetes, das Sjögren-Syndrom, Parkinson und bestimmte Erkrankungen des Immunsystems zu Mundtrockenheit führen. Auch eine Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich kann die Speicheldrüsen beeinträchtigen.

Unzureichende Flüssigkeitszufuhr, Mundatmung, Schnarchen, Rauchen und starker Alkoholkonsum gehören ebenfalls zu den Faktoren, die Mundtrockenheit begünstigen können.

Auswirkungen von Mundtrockenheit auf die Zahngesundheit

Eine verringerte Speichelmenge schwächt den natürlichen Schutzmechanismus im Mundraum. Dadurch kann sich das Kariesrisiko deutlich erhöhen. Besonders Wurzelkaries tritt bei Menschen mit Mundtrockenheit häufiger auf.

Mundtrockenheit kann außerdem zu Zahnfleischerkrankungen, Pilzinfektionen im Mund und Mundgeruch führen. Bei Personen mit Zahnersatz können Probleme wie Druckstellen oder ein verminderter Halt des Zahnersatzes auftreten.

Wie wird Mundtrockenheit behandelt?

Die Behandlung richtet sich danach, welcher Faktor die Mundtrockenheit verursacht. Es ist sehr wichtig, tagsüber ausreichend Wasser zu trinken und auf die Mundhygiene zu achten. Besonders bei lang anhaltenden Beschwerden muss die zugrunde liegende Ursache abgeklärt werden.

In manchen Fällen können mundbefeuchtende Produkte oder Maßnahmen zur Unterstützung der Speichelproduktion empfohlen werden. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind ebenfalls wichtig, um Karies und Zahnfleischprobleme frühzeitig zu erkennen.

Worauf sollte im Alltag geachtet werden?

Menschen mit Mundtrockenheit sollten die Mundpflege nicht vernachlässigen. Regelmäßiges Zähneputzen und die Reinigung der Zahnzwischenräume tragen zum Erhalt der Mundgesundheit bei. Die Einschränkung zucker- und säurehaltiger Lebensmittel kann das Kariesrisiko verringern.

Da Rauchen das Mundgewebe reizt und die Trockenheit verstärken kann, wird empfohlen, es aufzugeben. Bei Menschen mit der Gewohnheit der Mundatmung kann es außerdem hilfreich sein, deren Ursache abzuklären.

Häufig gestellte Fragen

Kann Mundtrockenheit ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein?

Ja. Bestimmte systemische Erkrankungen und Medikamente können Mundtrockenheit verursachen. Bei lang anhaltenden Beschwerden ist eine Untersuchung wichtig.

Erhöht Mundtrockenheit das Kariesrisiko?

Ja. Speichel ist ein natürlicher Schutzmechanismus für die Zähne. Nimmt er ab, kann sich das Kariesrisiko deutlich erhöhen.

Ist nächtliche Mundtrockenheit normal?

Bei manchen Menschen tritt nachts Mundtrockenheit auf. Wird sie jedoch dauerhaft, sollte die zugrunde liegende Ursache abgeklärt werden.

Verschwindet Mundtrockenheit vollständig?

Das hängt von der Ursache ab. Bei vorübergehenden Ursachen kann sie sich bessern; bei manchen chronischen Zuständen kann eine langfristige Betreuung erforderlich sein.

Fazit

Mundtrockenheit ist nicht nur ein einfaches, unangenehmes Gefühl, sondern ein Zustand, der die Mundgesundheit ernsthaft beeinträchtigen kann. Wird sie frühzeitig erkannt und richtig behandelt, hilft dies, Karies, Zahnfleischprobleme und Infektionen im Mundraum vorzubeugen. Besonders bei lang anhaltender Mundtrockenheit sollte eine fachärztliche Untersuchung nicht vernachlässigt werden.

Für die regelmäßige Kontrolle Ihrer Mundgesundheit können Sie sich auf der Seite Dental-Check-up informieren.